Jakobsweg-Pilgern ist nicht nur eine Angelegenheit der Katholiken

Jakobsweg-Pilgern ist nicht nur eine Angelegenheit der Katholiken
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Der Jakobsweg bringt die christlichen Glaubensgemeinschaften zusammen. Viele Gläubige möchten pilgern.

© Oliver Mohr / pixelio.de

Der berühmte Pilgerweg in Europa, der Jakobsweg, führt zum Ort der angenommenen Grabstätte des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien. Die religiöse Verehrung von Heiligen ist ein Bestandteil des katholischen Glaubens. Die Angehörigen reformierter Kirchen, die sich auf die Kirchenreform von Martin Luther berufen, lehnen die Heiligen-Verehrung ab. Allerdings ist im Laufe der vergangenen Jahre von Ökumene zu Ökumene eine Annäherung der beiden großen christlichen Glaubensgemeinschaften deutlich geworden. Dies kommt letztlich auch in veränderten Einstellungen der evangelischen Kirche zum Pilgern zum Ausdruck. Im Jahr 2012 wurde so beispielsweise auch die Wallfahrt zum Dom in Trier ökumenisch ausgerichtet. Die veränderten Standpunkte zum Pilgern zeigen sich auch im Umdenken bezüglich des Pilgerns auf dem Jakobsweg.

Menschen unterschiedlichster Anschauungen, Religionen und Anlässe pilgern auf den Jakobswegen

Zwar gehört die Verehrung der Heiligen nicht in den katholischen Glauben, jedoch wird der Jakobsweg gerne von Menschen unterschiedlichster Religion genutzt.

© Miginfo / pixelio.de

Gerade die Routen des europäischen Jakobsweges, und besonders die spanischen Pilgerrouten werden seit langer Zeit aus unterschiedlichsten Anlässen von Menschen verschiedener Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen gegangen, gefahren oder geritten. Sehr viele Mitglieder der evangelischen Kirchen ließen sich ebenfalls nicht von den Pilgerwegen des Jakobsweges fern halten. Dennoch dürfte es viele evangelische Christen zusätzlich ermutigen, die Pilgerreise zu unternehmen und dazu auch offen und öffentlich zu stehen. Die Öffnung gegenüber dem Pilgern seitens führender Sprecher der evangelischen Kirche eröffnet somit auch neue Möglichkeiten für ihre Mitglieder.

Immerhin ist die Pilgerreise – unabhängig vom Ziel des Grabes des Heiligen Jakobus – eine großartige Gelegenheit zur inneren Einkehr, zum Finden der eigenen Mitte und eine Chance der alltäglichen Hektik zu entkommen. Darüber hinaus bieten die vielfältigen Kontakte, die sich während der Pilgerreise auf dem Jakobsweg knüpfen lassen, auch eine sehr gute Möglichkeit, gerade die beiden großen christlichen Glaubensgemeinschaften auch an der Basis zusammenzuführen und nicht nur während größerer kirchlicher Veranstaltungen. Ohnehin ist gerade die Teilnahme der verschiedensten Menschen an den Pilgerreisen für jeden Pilger eine Bereicherung.

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