Pilgern als Reise zu sich selber

Pilgern als Reise zu sich selber
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Nicht die Strecke ist wichtig, sondern das man das Ziel nicht aus den Augen verliert. Den Pilgerausweis sollte man jedoch nicht vergessen :)

Immer mehr Menschen gehen den Jakobsweg, doch meistens spielen religiöse Gründe dabei gar keine Rolle. Das eigene Ich, das in der heutigen, schnelllebigen Zeit gerne vernachlässigt wird, steht im Vordergrund auf der Reise durch die teilweise noch unberührte Landschaft Spaniens. Seit Urzeiten gehen Pilger den Camino Francés und machen dabei auch eine Reise zu sich selbst. Die idyllischen Orte vermitteln Ruhe und die Hektik des Alltags kann vergessen werden. Moderne Geräte, wie Handys oder Laptops, haben hier nichts zu suchen, denn oft genug steht der Drang, immer und überall erreichbar zu sein, der eigenen Erholung im Weg. Viele, die den Weg nach Santiago de Compostela gegangen sind, kehren als neue, veränderte Menschen wieder, die sich endlich im Einklang mit der eigenen Seele befinden.

Den Naturgewalten ausgesetzt sein und die Welt auf eine andere Weise erleben

Auf dem Jakobsweg ist man nicht selten den Naturgewallten ausgesetzt. Die Herbergen und die wundervolle Landschaft entschädigen aber die strapazen.

© Daniela B. / pixelio.de

Ist man sonst bei Regen oder Sturm noch durch die eigenen vier Wände geschützt, so ist man den Elementen auf dem Jakobsweg schonungslos ausgeliefert. Aber die Strapazen werden immer belohnt, sei es nun durch die Aussicht oder durch den freundlichen und warmen Empfang in der Herberge. In einem normalen Urlaub, den man beispielsweise an den vielen Stränden Spaniens verbringt, bekommt man nicht viel von Land, Leuten und Kultur mit. Bei einer Tour auf dem Jakobsweg liegt der Fall anders. Nun kommt man mit der Tradition und den alten Sitten von Spanien in Berührung, denn hier liegt eine der Faszinationen, die das Pilgern in der heutigen Zeit immer populärer werden lässt. Immer mehr Leute machen sich auf den Weg nach Santiago de Compostela und so konnten die spanischen Behörden im Heiligen Jahr, das 2010 stattfand, einen Besucherrekord verzeichnen. Jedes Jahr zieht es immer mehr Pilger zur letzten Ruhestätte vom Heiligen Jakobus, ein Trend, der in den nächsten Jahren zunehmen wird.

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