Pilgern und Kommerz

Pilgern und Kommerz
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Das Geschäft mit den Pilgern blüht. Passen Sie auf das Sie nicht an den falschen Händler geraten. Vergleichen Sie Preise.

© RainerSturm / pixelio.de

Bereits im Mittelalter waren gewandte Händler und Wirte darin geübt, den Pilgern das Silber aus den Taschen zu ziehen, und so mancher einsame Pilger wurde beraubt. Die Zeiten haben sich geändert, doch auch heute weiß sich der Kommerz gut einzurichten, wo mit viel und besonders mit gutgläubiger Kundschaft zu rechnen ist. Mancherorts ist die Pilgersaison das Hauptgeschäft des Jahres. Vieles an sinnvollen Dingen wird angeboten, die unterwegs durchaus nützlich sind, aber auch so manches wertlose und überflüssige Souvenir, das am Ende nur das Gepäck belastet.

Das Geschäft mit dem Kunden Pilger blüht nicht nur in den Städten rundum Kathedralen und anderen kirchlichen Sehenswürdigkeiten, sondern auch in kleineren Orten. Dagegen ist gar nichts zu sagen, schließlich möchten sich die Pilger auch mit dem Notwendigsten versorgen. Mancher jedoch versucht weniger ehrliche Geschäfte nebenbei zu machen. Doch bekanntlich gehören zu jedem Handel immer mindestens zwei. Für die Pilger auf dem Jakobsweg unterwegs sind, heißt es, lieber einmal mehr hinzuschauen und die angeblich so günstigen und einmaligen Angebote zu prüfen und ihren Nutzen zu überdenken. Schließlich sollte eine Pilgerreise nicht zur Shopping-Tour verkommen.

Proviant besser in kleiner Gruppe einkaufen

Wenn Sie selber kein spanisch beherrschen fragen Sie Leute die Sie treffen ob Sie Ihre Worte übersetzen können. Hier macht es Sinn kleine Gruppen zu bilden.

© Günter Havlena / pixelio.de

Vielfach machen sich Händler die Sprachunkundigkeit der Pilger zunutze, um zu höheren Preisen zu verkaufen oder Waren minderer Qualität an den Mann zu bringen. Daher ist es ratsam, Einkäufe, die über einige Kleinigkeiten hinausgehen, in einer Gruppe zu tätigen. Vorteilhaft ist, wenn unter den Pilgern dann zumindest einer die spanische Sprache einigermaßen beherrscht.

In der Überzahl sind gerade die Händler, gerade in den kleineren Orten und Städten, durchaus reell und eher bereit, mit Tipps und Informationen zu helfen als auf die Geldbörse der Pilger zu schielen. Außerdem sollte nie davon ausgegangen werden, dass unterwegs unsere heimische Preis- und Qualitätsmerkmale angelegt werden können. Über den Obstverkauf ohne Waage darf man im Dorf hinwegsehen.

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2 Kommentare


  • Josef

    Ist das nicht eine überflüssige Sorge? – Wer alles im Rucksack trägt, kauft kaum viele Souvenirs ein – ausser am Schluss der Pilgerreise. Es kann also kaum etwas schief laufen. Und wenn jemand für eine Tomate ein paar Cents zuviel bezahlt – was schadet dies? – als Pilger trifft man nicht auf Feinde, sondern auf ganz gewöhnliche Menschen mit einer etwas anderen Sprache und einer etwas anderen Art zu leben. – sonst: lieber zuhause bleiben – dort ist alles so, wie bekannt.

    21. März 2013
    • Jakobsweg in Spanien

      jakobsweg-pilgern-spanien

      Hallo Josef, wenn du die Cents über ein paar Wochen/Monate rechnest läppert sich das schon zusammen. Jedoch ist dies ein Tipp, wie er überall auf der Welt gilt.. Preise vergleichen und auf Qualität achten.

      Aber du hast natürlich recht, ohne vertrauen macht solch eine Reise kaum Sinn.

      Grüße

      2. April 2013

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