Granitgestein bildet die Basis für das Ende der Welt


Das Ende der Welt wird Finisterre bezeichnet.

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Der Name Finisterre leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet übersetzt so viel wie, das Ende der Welt. Natürlich hört die Welt am Kap Finisterre, das am nordwestlichen Ende von Spanien liegt, nicht auf, aber zumindest könnte man den Eindruck bekommen, wenn man einen Blick von den hohen Klippen in die Tiefe wagt. Viele Legenden ranken sich um diesen Ort, der einen sagenhaften Ausblick über die weiten des Atlantischen Ozeans gewährt. So berichten Einige, dass sie von dem Fuße des Leuchtturms am Kap sogar schon die Spitzen von der versunkenen Stadt Atlantis im Meer entdecken konnten. Aber nicht nur das macht die Faszination des Ortes aus. Es ist vielmehr die Tatsache, dass der Ozean ganz weit in der Ferne auf einmal aufzuhören scheint, so als ob sich ein tiefer Abgrund an der Stelle auftut und die Welt verschlingt. Ganz sicher ist dies nur eine Sinnestäuschung, doch der besonderen Magie des Ortes tut dies keinen Abbruch.


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Finisterre bildet den Abschluss des Jakobswegs

Es ist richtig, dass der Jakobsweg in der Stadt Santiago de Compostela endet, doch seit vielen Jahrhunderten pilgern die Menschen noch etwas weiter, um einen definitiven Schlusspunkt unter die Pilgerreise zu setzen. Finisterre heißt dann das Ziel, wo der letzte Wegweiser des Jakobsweges mit der magischen Kilometerzahl Null zu finden ist. Das kleine Fleckchen schöner Erde, das direkt an der galicischen Küste liegt, hat die letzte Pilgerherberge zu bieten und den grandiosen Ausblick vom Leuchtturm auf den Klippen. Da oben haben viele Pilger dann das Gefühl, das ihre Reise wirklich zu einem Ende gekommen ist, denn weiter geht es an dieser Stelle zu Fuß garantiert nicht. Eine Besonderheit ist dieses letzte Wegstück des Jakobsweges auf jeden Fall, weigert sich doch die katholische Kirche bis heute, den Weg nach Finisterre als offiziellen Teil des Jakobsweges anzuerkennen. Unter anderem liegt das daran, dass für die Kirche der Weg am Grab des Heiligen Jakobus endet. Alles andere wäre heidnischer Aberglaube und dennoch pilgern jährlich Tausende von Menschen an das Ende der Welt und genießen den atemberaubenden Ausblick und die Magie des Ortes.