Galicia – Galicien


In der autonomen Gemeinschaft Galicien, im Nordwesten von Spanien, finden alle Routen des Jakobsweges ihr Ende. Sei es nun in Santiago de Compostela, der Hauptstadt von Galicien, in dessen Kathedrale auch das Grab des Heiligen Jakobus ist, oder aber am Kap Finisterre, das im Volksmund auch als Ende der Welt bezeichnet wird. Darüber hinaus ist Galicien eine der beliebtesten Ferienregionen in ganz Spanien, bedingt durch die Fülle an malerischen Sandstränden und schönen Hotelanlagen. Galicien ist die Perle an der Atlantikküste.

Endlose Sandstrände machen den Reiz von Galicien aus

Die schöne Region Galicien bietet wundervolle Küsten. Es hat sich zum beliebtesten Badeprovinz für die Spanier gemausert.

© Froaringus, CC-BY-SA, Wikimedia Commons

Zu einer der schönsten Regionen in Spanien zählt die Provinz Galicien, die aufgrund ihrer einzigartigen, langen Sandstrände am atlantischen Ozean zu einer der begehrtesten Urlaubsregionen in Spanien geworden ist. Doch nicht nur das macht das Land Galicien so einzigartig, denn die Region wird auch als das Land der 1000 Flüsse bezeichnet. Die Vegetation ist sehr grün, denn nahezu überall fließen kleine oder auch größere Flüsse durch die Landschaft und liefern das nötige Wasser. An den Küstenabschnitten kommt es dann zur Bildung der so genannten Rias. Diese signifikanten Einschnitte in der Landschaft erinnern entfernt an norwegische Fjorde, bedingt durch die trichterförmige Struktur.

Die Hauptstadt von Galicien ist eine Besonderheit für sich

Santiago de Compostella ist die hauptstadt Galiciens. In der Kathedrale sollen überrest vom Apostel Jakobus aufbewahrt sein.

© Dietmar Giljohann, CC-BY-SA, Wikimedia Commons

Santiago de Compostela, so heißt die Hauptstadt, die für sich genommen schon eine Attraktion ist. Hier endet der Jakobsweg und alle Routen, die ihren Anfang in den verschiedenen Regionen Frankreichs und Spaniens nahmen, kommen an ihre Ende. Pilger bekommen in der Stadt die La Compostela überreicht, eine Urkunde, die ihnen bestätigt, dass sie den Jakobsweg gegangen sind. Das eigentliche Ziel der Pilger ist die imposante Kathedrale von Santiago de Compostela, in deren Inneren die sterblichen Überreste von Apostel Jakobus aufbewahrt werden sollen. Am Tor der Kathedrale ist der christliche Lebensbaum versinnbildlicht und es soll Glück bringen, die Hand darauf zu legen.

Mildes Klima und regnerische Winter herrschen in Galicien

Nicht nur atemberaubende Landschaften, auch die Stadtmauern von Lugo sind besonders sehenswert.

© Rosa Cabecinhas & Alcino Cunha (Rosino), CC-BY-SA, Wikimedia Commons

Im Sommer herrschen heiße Temperaturen und im Winter dagegen Werte um die 5 Grad, so dass mit Schnee in dieser Region eher weniger zu rechnen ist. Galicien ist besonders reich an kleinen Ortschaften, die noch den Charme längst vergangener Zeiten versprühen. In einigen Landstrichen kann man auf die Spuren der Kelten und Römer gehen, die sich einst in diesem Landstrich niedergelassen hatten. Davon zeugen bis heute die alten Stadtmauern von Lugo, aber auch die im Süden von Galicien. Auch die Folklore ist durch diese Einflüsse geprägt und es kommt nicht selten vor, dass man in dieser Region die Klänge eines Dudelsacks hört, der seine Ursprünge in der keltischen Geschichte hat. Wechselhafte Geschichte, religiöse Bauwerke und malerische Strände, das ist Galicien.