Galicien


Die autonome Gemeinschaft Galicien hat eine Menge zu bieten, denn nicht nur die Traumstrände sind eine Augenweide und der Wallfahrtsort Santiago de Compostela eine Reise wert, sondern auch die Landschaft hat ein eigenartiges Phänomen zu bieten. Rijas heißen die Einschnitte in den Küstenregionen, die weit bis ins Landesinnere hineinreichen. Eine Landschaftsform, die man in dieser Form sonst nur in Norwegen findet. So wird der letzte Abschnitt des Jakobswegs zu einer Entdeckungsreise in eine Region, die seit Urzeiten in Spanien besteht.

Der Wallfahrtsort Santiago de Compostela liegt im Herzen von Galicien

Galicien ist eine autonome Gemeinschaft im Nordwesten von Spanien, die direkt an den Atlantischen Ozean angrenzt. Doch das allein macht die Gegend noch nicht zu etwas Besonderem und auch die Nähe zu Portugal ist nicht ausschlaggebend für ihren ganz eigenen Reiz. Hier endet einer der berühmtesten Pilgerpfade der Welt, der Jakobsweg. Und das hat einen Grund, denn in der Kathedrale von Santiago de Compostela sollen die sterblichen Überreste des Heiligen Jakobus liegen. Jahr für Jahr pilgern Tausende von Menschen in die Stadt, sei es nun auf dem französischen Jakobsweg Camino Francés oder nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um die Kathedrale zu besuchen.

Charakteristisch für Galicien sind die Rijas

Die Rijas sind alleine schon von ihrer ungewöhnlichen, trichterähnlichen Form auffallend und geben einigen Küstenabschnitten in Galicien ihr charakteristisches Aussehen. Entfernt erinnern diese Einschnitte in der Landschaft, die ins Landesinnere führen, an typische Fjorde, die man besonders in Norwegen antreffen kann. Galicien gehört zu einem der beliebtesten Urlaubsgebiete in Spanien, was unter anderem daran liegt, das man hier wohl die schönsten Strände am Atlantischen Ozean findet. Kleine Meeresbuchten von malerischer Schönheit und steile Küsten mit schroffen Klippen machen einen Teil der Anziehungskraft von Galicien aus. Fischgerichte sind in dieser Gegend stark verbreitet, was sich durch die unmittelbare Nähe zum Meer erklären lässt. Kulinarische Genüsse aus der spanischen, traditionellen Küche bekommt man in fast jedem Gasthof.

Archäologische Funde belegen das hohe Alter von der Gegend rund um Galicien

Bereits 25.000 Jahre vor Christus müssen auf dem Gebiet, wo heute Galicien zu finden ist, bereits Menschen gelebt haben, denn Ausgrabungen können diese Zeitangabe belegen. Steinwerkzeuge, aber auch Keramik konnten auch aus anderen Epochen gefunden werden, so dass Galicien auf eine belebte Vergangenheit zurückblicken kann, die sich auch im Erscheinungsbild der Landschaft zeigt. In der Gegend um Dombate beispielsweise lassen sich viele Hügel finden, die aus der Megalithischen Kulturzeit stammen. Einige von ihnen können heutzutage immer noch besichtigt werden. So bieten sich Pilgern, aber auch normalen Touristen viele Möglichkeiten zur Einkehr oder für Besichtigungen, denn Galicien ist reich an schönen Plätzen und kulturellen, sowie historischen Sehenswürdigkeiten.