La Rioja


Massentourismus und Hektik sucht man in der Region La Rioja vergeblich. Hier konzentriert sich das Leben noch auf das Wesentliche. Idyllische Berghänge voller Weinreben bestimmen die Landschaft, unterbrochen von malerisch gelegenen Obstplantagen. In dieser Szenerie hat der Mensch noch Platz zum Atmen. Ein Teil des Camino Francés führt durch diese Region und manche Pilger behaupten, dass dieser Abschnitt durch La Rioja der schönste an der ganzen Wanderschaft sei. Auch die Hauptstadt Logroño ist Bestandteil des Weges nach Santiago de Compostela.

Der Camino Francés führt quer durch La Rioja

Viele Pilger sind der Meinung das  La Rioja die wohl schönste Region in Spanien sei. Ein Grund dafür dürften die Weinreben sein.

© Oliver Mohr / pixelio.de

Im Norden von Spanien liegt die autonome Gemienschaft La Rioja, die zu einer der kleinsten der Iberischen Halbinsel gehört. Hier gibt es noch das ursprüngliche Spanien, das relativ unberührt vom Massentourismus geblieben ist. Hotelanlagen oder ganze Hochburgen voll mit Touristen sucht man hier noch vergeblich. Dafür findet man unberührte Natur und idyllische Dörfer, die schöner nicht sein könnten. Der französische Jakobsweg Camino Francés führt durch diesen Landstrich und die Strecke gehört mit zu einer der schönsten der ganzen Route. Weinberge bestimmen in weiten Teilen die Landschaft, aber auch Obst- und Gemüseplantagen finden sich in den fruchtbaren Tälern und Senken.

Logrono ist die Hauptstadt von La Rioja

Besonders das obere La Rioja, das im iberischen Randgebirge liegt, weist kaum Besiedlung auf und kann deswegen zu den verlassenen Gegenden in Spanien gezählt werden. Anders liegt dagegen der Fall im unteren La Rioja, in dessen Zentrum auch die Hauptstadt Logroño liegt. Die Landschaft und die Vegetation bestimmt in diesem Bereich der Fluss Ebro, der für ausreichend Wasser sorgt. Wo es in anderen Regionen Spaniens zu wenig Wasser gibt, hat man es hier im Überfluss. Artischocken, Paprika und andere Gemüsesorten reifen unter der Sonne Spaniens. Bedingt durch den Verlauf des Jakobswegs haben sich vermehrt kleine Pensionen oder Herbergen angesiedelt, die müden Pilgern ein Lager für die Nacht anbieten. Kulturelle und historische Baudenkmäler der verschiedenen Epochen lassen sich noch immer am Weg finden.

Eine der Brücken in der Hauptstadt ist Teil des Jakobswegs

In der Hauptstadt führen viele Brücken über den Fluss Ebro.

© Владимир Шеляпин, CC-BY-SA, Wikimedia Commons

Die Hauptstadt Logorno hat nicht nur für die Region La Rioja eine besondere Bedeutung, sondern auch für die Pilger des Jakobswegs. Ein kleiner Teil des Weges führt durch die kleine Hauptstadt. Erkennungszeichen von Logorno sind unter anderem die beiden Brücken, die über den Ebro führen und über eine dieser Brücken müssen seit Jahrhunderten auch die Pilger gehen. So ist Logroño fest mit dem Jakobsweg verbunden und bildet eine wichtige Etappe. Wer einmal in Logroño war, sollte auf jeden Fall die Concatedral Santa Maria La Redonda gesehen haben, denn dieses Kirchengebäude ist alleine schon wegen seiner beiden Zwillingstürme so einzigartig und von weitem zu erkennen.