Pilgern hoch zu Ross – Auf dem Jakobsweg mit Pferd


Pilgern mit dem Pferd, Esel oder Hund wird immer beliebter. Bei Pferden sollte umbedingt auf die richtige Rasse und Nahrung geachtet werden.

Mit der Hilfe von Pferden zu pilgern so lange Tradition wie das Pilgern zu Fuß, dennoch wird die Möglichkeit eher selten wahrgenommen. Natürlich ist es für begeisterte Reiter sehr reizvoll, den wunderbaren Jakobsweg u.a. auf dem Rücken ihrer Pferde zurückzulegen. Der Weg bereitet für Reiter auf dem Jakobsweg auch weniger ein Problem. Pferde sind schließlich seit Jahrhunderten auf diesem langen Pilgerpfad zurechtgekommen und konnten alle Schwierigkeiten auf den Wegen hervorragend meistern. Ein Problem bereitet für die Pilger zu Pferd eher die Frage der Unterbringung der Pferde, die Fütterung bei den Übernachtungen, eine eventuell nötig werdende tierärztliche Versorgung und dergleichen praktische Fragen. Dennoch dürfte das Pilgerreiten ein wirklich unvergessliches Erlebnis für jeden Reiter sein. Es müssen allerdings sehr viele Vorkehrungen getroffen werden.

Tipp: Falls man kein passendes Pferd / Esel für den Jakobsweg besitzt, kann man auch vor Ort eins mieten.

Das Pferd, sich und den Weg vorbereiten

Unterwegs auf dem Jakobsweg mit dem Pferd. Man sollte beim pilgern mit den Pferd oder Esel allerdings nicht den Mehraufwand vergessen.

Jeder Reiter wird in Vorbereitung sein Pferd und sich entsprechend langfristig trainieren. Das Pilgerreiten erfordert auch in Spanien selbst eine viel akkuratere Vorbereitung als Wandern und Radfahren. Im Vorfeld sollten die Stationen für die Unterbringung fest abgeklärt werden. Das erfordert vielfach auch Wegänderungen, die weit vom eigentlichen Jakobsweg abweichen können. Die größeren Städte werden dabei eher links liegen gelassen, da sie den Pferden nicht gut tun. Es lassen sich aber in Spanien auf dem Lande entsprechende Vereinbarungen auch per Internet treffen. Natürlich muss auch der Hin- und Rücktransport der Pferde gesichert werden. Eines ist klar: Eine preisgünstige Pilgerreise kann das Pilgerreiten nie sein. Es dürfte eine eher einmalige Unternehmung sein, die sehr lange und überlegt vorbereitet werden muss. Wer rechtzeitig Kontakte knüpft, vielleicht auch bei vorherigen Spanienaufenthalten, kann es jedoch organisieren. Wer all das nicht auf sich nehmen, aber dennoch mal reiten möchte, kann sich jedoch erkundigen, wo er entlang vom Jakobsweg in Spanien die Möglichkeit findet, Pferde für einen Ausflug hoch zu Ross auszuleihen.

WICHTIG: Denken Sie daran, wenn Sie in der Innenstadt von Santiago de Compostela reiten möchten die Reise ein paar Tage vorher bei der Lokalpolizei (Telefonnummer 092) anzumelden.

Hilfe Stichpunkte beim Pilgern mit dem Pferd

  • Pferd / Esel tierärztlich untersuchen und impfen
  • Versicherung für das Tier
  • Ställe organisieren
  • Städte meiden
  • Futter und Wasser organisieren
  • mittelgroße oder kleine Pferde nutzen (z.B. Haflinger)

 

Buchtipps zum pilgern mit dem Pferd:

„Zwei Esel auf dem Jakobsweg“ von Tim Moore, er pilgert zwar mit einem Esel aber es ist so ziemlich das beliebteste Buch. Evtl. könnt ihr ja euch ein paar Tipps aus diesem Buch zum pilgern mit dem Pferd oder Esel bekommen.

„Abenteuer Jakobsweg. Mit Kind und Pferd quer durch Europa“ von Heiko Thies, ein super toller Bildband, der von Deutschland bis Santiago alle Etappen des Jakobsweg zeigt. Das Buch ist allerdings ein Bildband und kein Reisebericht.