Puente La Reina – Römerbrücke


Puente La Reina die Stadt mit der berühten Römerbrücke.

Puente La Reina ist ein kleiner, beschaulicher Ort, der in der Provinz Navarra liegt. Hier treffen sich zwei Routen des Jakobsweges und vereinen sich zu einer einzelnen Wegstrecke. Das ganze Jahr über, außer in den Wintermonaten, trifft man auf Pilger, die sich auf den Weg in das Ferne Santiago de Compostela machen, um die Grabstätte des Heiligen Jakobus zu sehen. Bereits von Weitem ist eines der Wahrzeichen von Puente La Reina unverkennbar: die imposante Römerbrücke über den Fluss Arga. Die Brücke ist noch sehr gut erhalten und zeugt von der unglaublichen Handwerkskunst der Römer. Zahllose Pilger gingen bereits diesen Weg und überquerten die stumme Zeitzeugin, die an eine längst vergangene Epoche erinnert. Die Wege von Roncesvalles und dem Somport-Pass kreuzen sich und verschmelzen an der Stelle, wo Puente La Reina steht, so dass hier der Auftakt für den spanischen Jakobsweg gewissermaßen gegeben ist.


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Spuren des Mittelalters – Kirche Crucifijo

Die Hauptstraße, die auf die Römerbrücke führt, ist eindrücklich und wirkt wie ein längst vergessenes Relikt aus dem dunklen Mittelalter. Eng und düster ist sie bisweilen, wenn sie sich im Schatten der mächtigen Herrenhäuser durchschlängelt. Die Kirche Crucifijo steht am Anfang der Hauptstraße und wurde im Mittelalter vom mächtigen und sagenumwobenen Templerorden erbaut. Eine Besonderheit und eine Erinnerung von Puente La Reina als Station auf dem Jakobsweg findet sich im Portal der Kirche.

Genau in der Mitte des reich verzierten Steins prangt die Jakobsmuschel und segnet die Besucher bereits beim Eintreten in das mächtige gotische und romanische Kirchenschiff. Und von diesen Orten gibt es viele in Puente La Reina, denn als Pilgerdorf ist sich die mittelalterliche Stadt stets treu geblieben, wie widrig die Umstände über die Jahre hinweg auch gewesen sein mögen. Ein weiterer Hinweis auf den Jakobsweg findet sich in der romanischen Kirche Santiago, die bereits im Namen auf den Apostel hinweist. Im Inneren gibt es zahlreiche Schnitzereien, die den Heiligen Jakobus zeigen, allerdings mit einer sehr dunklen Hautfarbe, was an der Färbung des Holzes liegt. Dies brachte ihm auch den Spitznamen “Beltza” ein, was die Farbe Schwarz impliziert.