Südspanien, sonniger Süden mit endlosen Küsten


Im Süden Spaniens breiten sich die Gebiete von Andalusien und Extremadura aus. Südspanien hat eine sehr ausgedehnte Küstenlinie von mehr als 1.000 Kilometern. Die Landschaft ist vielfältig, teils bergig, teils von ebenen Landstrichen mit Weideflächen und mediterranen Wäldern beherrscht, mit sonnigen Stränden der Costa del Sol und Steinküstenabschnitten. Besonders Andalusien ist für seine endlosen Sonnentage bekannt. Durchschnittlich an 340 Tagen im Jahr scheint hier die Sonne. Der spanische Süden ist bekannt für ein reiches, buntes Lebensgefühl. Gleichzeitig birgt Südspanien reiche Zeugen der Geschichte des Landes und einmalige Sehenswürdigkeiten, wie die Höhlen von Nerja.

Die Schönheit von Südspanien erleben

Historische Bauwerke wie dieses Römer Aquaduct sind in Südspanien häufig zu finden.

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Durch Südspanien zieht sich der Via de la Plata durch Andalusien, über die iberische Hochebene von Extremadura und schließlich nach Kastilien. Der Via de la Plata folgt dabei den Spuren der alten gleichnamigen Straße der Römer durch das Land. Im Laufe der Zurückgewinnung von Südspanien von der maurischen Herrschaft durch die Christen, wurde diese Straße schließlich zu einer Pilgerroute, dem Camino Mozarabe, der bis Santiago de Compostela führt.
Südspanien, insbesondere Andalusien, wird das beste Klima des europäischen Kontinents mit 340 sonnigen Tagen im Jahresdurchschnitt zugesprochen. Die Regionen von Extremadura sind von einer faszinierenden landschaftlichen Vielfalt. Hier ziehen sich mediterrane Wälder über das Land, große Weideflächen, unterbrochen vom Bild vieler schöner Stauseen. Im Norden erhebt sich die Sierra de Gat mit ihren fruchtbaren Tälern, im Süden breiten sich die weiten Ebenen der Region La Serena aus. Die Hauptstadt von Extremadura, Merida, ist ein kulturelles Zentrum der Region. Hier finden sich besonders viele gut erhaltene Bauwerke aus der Römerzeit. Die Altstadt dieser ältesten Universitätsstadt von Spanien wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Die berühmten Höhlen von Nerja

Tausende von Touristen besuchen jährlich die Höhlen von Nerja, welche sich in Südspanien befinden.

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Die Höhlen von Nerja, in Andalusien in der Provinz Malaga an der Costa del Sol zahlen zu den großen Sehenswürdigkeiten in Südspanien. Tausende von Touristen besichtigen alljährlich die Höhlen. Entdeckt wurden die Höhlen 1959. Auf über 150.000 Quadratmetern erstrecken sich Galerien mit ihren Wandmalereien. Im Innern der Höhlen befinden sich der Belen Saal, Wasserfall Saal, Gespenster Saal, Kataklysmus Saal, der Bersaal, der Saal der Säulen des Herkules und noch viele weitere einzigartige Höhlensäle, die von der Geschichte längst vergangener Zeiten in einer Umgebung von berauschender Ausstrahlung erzählen.
Reich an Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmälern ist auch Sevilla, die Hauptstadt von Andalusien. Hier steht die größte gotische Kathedrale weltweit, die Kathedrale Maria de la Sede. In der Kirche befinden sich zahlreiche Kunstschätze, wie Gemälde von Murillo, Zurbaran und Velazquez, wunderbare Glasmalereien und die riesige Orgel. Die gotische Kirche wurde 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO hinzugefügt.