Pilgern auf dem Jakobsweg – einst und heute

Die Ziele heute sind unterschiedlich im gegensatz zu damals wo fast nur religös gepilgert wurde gibt es heute 100 Gründe warum man den Weg beschreitet.Die Pilgerreisen auf dem Jakobsweg durch Europa bis nach Santiago de Compostela in Spanien, zum Grab des heiligen Jakobus, haben eine Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. In den früheren Jahrhunderten wurde generell zu Fuß gepilgert. Häufig legten Menschen ein religiöses Gelübde ab, diesen Weg zu gehen. Der Pilgerweg wurde von armen Menschen wie wohlhabenden Handelsleuten, Rittern, Mönchen und Priestern begangen. Kenntlich waren die Pilger durch ihre Pilgerumhänge, ihre Hüte und den Pilgerstab. Am Ende des Weges, in Compostela, erhielten sie die Jakobsmuschel als Zeichen, die Pilgerreise bis an das Ziel vollendet zu haben. Die Pilger nahmen damals für diesen Weg aus ihren Heimatländern bis über den Jakobsweg in Spanien große Strapazen und Entbehrungen auf sich. Entlang des Jakobswegs lauerten auch Gefahren durch Räubern, die den Pilgern auflauerten. Herberge gewährten vor allem die Klöster. Häufig musste Pilger auch im Freien übernachten. Die Pilgerwanderung nach Santiago de Compostela hatte ausschließlich religiöse Gründe. Es kam allerdings auch vor, dass Großgrundbesitzer und andere wohlhabende Personen den Weg nicht selbst gingen, sondern Untergebene auf den Jakobsweg schickten.

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Die Jakobsmuschel – spirituelles Symbol und Wegweiser für die Pilger

Die Jakobsmuschel ist überall auf den Pilger-Wegen in Spanien zu finden. Sie leiten den Wanderer auf seinem Weg.

© Katharina Bregulla / pixelio.de

Die Jakobsmuschel gilt als das Symbol für die Teilnahme am Weg der Pilger nach Santiago de Compostela und verdankt ihren Namen dem Heiligen Jakobus, dessen letzte Ruhestätte hier vermutet wird. Im Mittelalter, vor Einführung der Pilgerurkunden und  der späteren Pilgerpässe, galt die Jakobsmuschel als das eindeutige Erkennungszeichen der Jakobs-Pilger. Die Muschel hatte bereits während der Antike als Zeichen der Liebe, aber auch als Glückssymbol und Heilsbringer eine spirituelle Bedeutung, die später mit anderer Sinngebung übernommen wurde. Heute erhalten die Pilger die Muschel in Compostela. Diese Muschel können sowohl als echte Muscheln wie auch als künstliche Nachbildungen erworben werden.

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Immer mehr Prominente gehen den Jakobsweg

Durch die vielen Promienten ist der Camino wieder in aller Munde.

Hans-Jakob Weinz / pixelio.de

Treffender als der Titel des Buchs von Hape Kerkeling, in dem er seine Erfahrungen auf Pilgertour beschreibt, kann der Sinn einer Pilgerschaft auf dem Jakobsweg gar nicht umschrieben werden: Ich bin dann mal weg! Weg ist man in der Tat und das in vielerlei Hinsicht. Fernab von Massentourismus, Bequemlichkeit oder etwaigem Luxus zieht man seine Touren durch die iberische Halbinsel mit Ziel Santiago de Compostela. Idyllische Landschaften und malerische Dörfer erwarten einen. Auf keiner anderen Reise kann man das zuvor Erlebte so vollkommen hinter sich lassen wie auf den Strecken des Jakobsweges. Mit einer der Gründe, warum sich immer mehr Prominente, wie Hape Kerkeling oder Shirley MacLaine, auf den Weg machen, um den ganzen Rummel um ihre Person zu vergessen.

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