Individuell zur Pilgerreise mit einem Bus aus Deutschland anreisen

Anzeige
AMAZON
Wer nicht den kompletten Jakobsweg laufen möchte hat die Möglichkeit den Bus zu nehmen.

© Rainer Sturm / pixelio.de

Viele Pilger, die sich für den Jakobsweg in Spanien entscheiden, suchen einen gangbaren Mittelweg zwischen dem Pilgern nach individuellen Vorstellungen und einem eigenen Zeitplan und den Möglichkeiten, die Pilgerreise auch in verfügbare Urlaubszeiten einplanen zu können. Deutsche Busunternehmen für den Linienbusverkehr machen hier interessante Angebote.

So kann an sehr vielen Punkten des gesamten Jakobsweges in ganz Europa zugestiegen werden. Es können also auch gut bestimmte Wanderetappen geplant werden. Das gilt sowohl für Etappen auf dem Jakobsweg in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und anderen Länden, wie auch für den Camino Frances, der letztlich durch Spanien führt.

Zeitplan, Abfahrtsorte, Zwischenstationen – alles selbst bestimmen

Wer nicht genug Zeit hat kann Zeitplan, Abfahrtsorte und Zwischenstationen genau planen und einen teil der Strecke mit öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegen.

© Rainer Sturm / pixelio.de

Allein innerhalb von Deutschland gibt es an die 30 Orte, an denen entlang der Route des Jakobsweges in die Busse zugestiegen oder ausgestiegen werden kann. Die Pilger können auf diese Weise selbst bestimmen, welche Strecken sie sich für eine Fußwanderung zumuten möchten und welche Wanderwege die Zeit reicht. Die Strecke für den Jakobsweg, auch wenn es vielleicht nur um einzelne Etappen auf dem Jakobsweg geht, kann so ganz individuell bestimmt werden. Das könnte für so manchen Pilger eine gute Alternative sein zu einer komplett gebuchten Reise. Zeitlich sind die Wanderer auf diese Weise unabhängiger.

Es gibt auch die Möglichkeit von Deutschland aus direkt an bestimmte Orte in Spanien zu fahren und dort die Pilgerwanderung aufzunehmen. So kann die Fahrt zum Beispiel von Abfahrtsorten in Deutschland bis an die spanisch-französische Grenze, nach Behobia führen. Ebenso kann es nach Burgos oder nach Leon gehen. Die Fahrten können als Hin- und Rückfahrt oder als einzelne Fahrt gelöst werden. Für Pilger, die sich in einer Gruppe auf den Weg machen möchten, gibt es zudem auch noch einen Rabatt von 10 Prozent. Zu Zeiten der Vor- oder Nachsaison besteht auch die Möglichkeit der Radmitnahme.

Anreise Details mit Bus und Bahn (Öffentliche Verkehrsmittel)

Somport:

  • Von Spanien mit der Bahn bis Jaca oder Canfranc Estación (http://www.renfe.com/EN/viajeros/index.html), dann Bus bis Somport, die Fahrzeit beträgt etwa 40 Minuten, mehrmals täglich ab Busbahnhof Jaca.
  • Von Frankreich kommt ihr gut mit dem Zug (http://www.sncf.com/de/) über Pau bis Oloron an, auch hier mehrmals täglich (ca. 35min). Von Oloron braucht ihr etwa 60 Minuten bis Somport.

Saint-Jean-Pied-de-Port:

  • Von Frankreich aus mit dem Zug ab Bayonne, Fahrzeit etwa 80 Minuten.
  • Ein Direkt – Bus (https://www.alsa.es/en/)  von Pamplona / Busbahnhof ist auch möglich.
Anzeige
AMAZON

4 Kommentare


  • Jan

    Eine Auflistung dieser Busunternehmen und deren Websites wäre doch mal interessant. Ich suche mir im Internet die Finger wund….

    20. Juni 2017
    • Jakobsweg in Spanien

      Hallo Jan. Ich habe zwei beliebte Anreiseorte mit Verlinkung hinzugefügt. Ansonsten empfele ich dir ein Pilgerbuch zu organisieren, dort stehen oft nützliche Anreisetipps und Links für Pilger zusammengefasst.

      20. Juni 2017
  • wilfried

    Jakobsweg in Spanien
    Eine Auflistung dieser Busunternehmen von Deutschland wäre von Vorteil, bin über jede Jnfo Dankbar,ob Bus und Bahn

    24. Januar 2020
  • Martin

    Pilgerbus Eurolines DTG, das müsst Ihr vorab wissen:

    Wer plant die An- und Abreise mit dem Bus zu bestreiten und diesbezüglich noch keine Erfahrungen hat, der weiß nicht worauf er sich da einlässt und sollte sich dessen klar werden. Dabei spreche ich nicht von der langen Fahrtzeit, man kann zwar irgendwann nicht mehr sitzen aber lernt die Distanzen auch ganz neu einzuschätzen – da wird Europa wieder richtig groß! Nein, ich spreche von dem unsäglichen Chaos einer solchen Busreise bei diesen Billiganbietern. Man darf sich das nicht wie einen Linienbus vorstellen, der von A nach B fährt. Wenn drei Leute die gleiche Reise buchen und sie zeitlich nur ein paar Tage versetzt antreten, werden alle drei meiner Erfahrung nach auf ganz unterschiedlichen Wegen zum Ziel gebracht. Beim einen kommt der Bus eine Stunde zu spät und er muss zwischenrein unangekündigt mehrmals teils mitten in der Nacht mit Wartezeit an irgendwelchen Raststätten umsteigen. Beim anderen kommt der Bus eine Stunde zu früh aber er war zum Glück rechtzeitig da und musste unterwegs auch nicht den Bus wechseln. Tja und bei mir kam der Bus gleich gar nicht, ich durfte die Nacht am Busbahnhof in Spanien verbringen und mir letztendlich zusätzlich noch ein Flugticket kaufen um nach Hause zu kommen. Wenn unterwegs etwas schief geht bekommt man keine Info und kann auch niemanden erreichen, der einem helfen kann, den Busfahrer gleich gar nicht. Eine Mitreisende hat mir auf der Hinfahrt berichtet, sie wurde bei einer vorherigen Fahrt während einer Pause einfach auf dem Parkplatz im Nirgendwo vergessen. Die Busfahrer kündigen zwar immer an wie lange man Halt macht aber so genau haben die sich daran nie gehalten. Den Bus unterwegs über die Zentrale zu erreichen scheint unmöglich, auch wenn das unvorstellbar ist aber die Erfahrung habe ich auch gemacht als meiner auf ewig nicht kommen wollte. Ich hatte über die Deutsche Touring / Eurolines die Beförderung mit dem „Pilgerbus“ zum Camino Francés mit offener Rückfahrt gebucht für welche man an die Unternehmen Iberocoach bzw. Socitransa übergeben wird und kann nur davon abraten.

    Auf Kostenerstattung braucht man nicht zu hoffen. Die Reklamation ist genauso chaotisch wie die Reise selbst, wer sich dennoch nicht abwimmeln lässt, kommt letztendlich trotzdem nur mit dem Anwalt weiter. Die deutsche Schlichtungsstelle kann da auch nicht weiterhelfen, da immer die Schlichtungsstelle aus dem Land zuständig ist, in welchem die Reise begonnen hat also in dem Fall Spanien. Die Beschwerde wurde für mich zwar netterweise auf Spanisch übersetzt und an die Kollegen weitergeleitet, gehört habe ich allerdings nie wieder etwas von dort.

    Ich möchte hier niemanden von der Pilgerung an sich abbringen, auf keinen Fall aber es soll jeder vorab wissen, was hinter einer solchen Beförderung mit dem Billigbus steckt und sich mit diesen vielleicht neuen Infos im Hinterkopf überlegen, ob er das möchte oder nicht doch lieber etwas früher eine Zugreise bucht oder den Flieger nimmt. Mein Rückflug mit Eurowings hat übrigens wunderbar geklappt. Der Flug ging vom Flughafen Bilbao, von wo aus stündlich Shuttlebusse ins Umland fahren.

    Mir war das eine Lehre und ich hätte mir gewünscht vorher besser darüber Bescheid zu wissen, worauf ich mich da einlasse aber was will man auch für das Geld erwarten. Beim Strandverkäufer geht man ja auch nicht von einer echten „Ray Ban“ aus 😊 😊 😊

    26. März 2020

Hinterlasse einen Kommentar


Name*

Email (wird nicht veröffentlicht)*

Webseite

Dein Kommentar*

Senden